Russlands Luftwaffe in der Ukraine2
Russias War in Ukraine 2022
2.6 Die VKS vor neuen Herausforderungen: EW, Drohnen, westliche Flugzeuge – Januar 2025
Anfang 2025 flogen die Russen weniger Einsätze mit Gleitbomben als in den vorhergehenden Monaten. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Ukrainer seit Sommer und Herbst 2024 erfolgreich Drohnen dazu benutzten, um Flugplätze und Munitions-Depots zu zerstören. Mit der Folge, dass Russland seine Flugzeuge weiter ins Landesinnere verlegen musste, was wiederum die Flugstrecken verlängerte (116).
Anfang 2025 flogen die Russen weniger Einsätze mit Gleitbomben als in den vorhergehenden Monaten. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Ukrainer seit Sommer und Herbst 2024 erfolgreich Drohnen dazu benutzten, um Flugplätze und Munitions-Depots zu zerstören. Mit der Folge, dass Russland seine Flugzeuge weiter ins Landesinnere verlegen musste, was wiederum die Flugstrecken verlängerte (116).
Ende Februar folgten weitere Probleme für die russische Luftwaffe: so soll der vermehrte Einsatz von ukrainischer elektronischer Kriegsführung dazu geführt haben, dass die von russischen Flugzeugen abgefeuerten Gleitbomben ihr Ziel schlechter trafen als zuvor, da die EW die Kurskorrektur per Satellitennavigation störten (120). Auch dies habe zur Reduktion der Bombenangriffe geführt (128). Was das Gebiet angeht, in der die ukrainische elektronische Kriegsführung besonders aktiv war, so nannte eine Quelle die Regionen Donezk und Kursk (121). Alternativ käme für den Fall einer Signalstörung zwar die Nutzung des Trägheitsnavigationssystems (INS) infrage, doch um die Präzision des russischen INS soll es nicht allzu gut bestellt sein (122).
Im Februar schrieb der russische Telegram Kanal Archangel Speznaza von vermehrten Einsätzen ukrainischer F-16 im Verbund mit MiG-29 zur Unterstützung der Bodentruppen in Kursk, wo die Ukrainer noch immer Gebiete besetzt hielten (123). The Aviationist schrieb von GBU-39 Small Diameter Bombs, die die F-16 einsetzten (126). Im russischen Telegram hieß es „Vereinzelte Versuche von F-16-Kampfflugzeugen der ukrainischen Luftwaffe, unsere Kampfgruppen anzugreifen, sind in den letzten Tagen sozusagen zur Routine geworden.“ Dabei blieben die Ukrainer auf Distanz, giffen aus einer Entfernung von 100 Kilometern an, doch sobald die russische Luftwaffe auftauchte, ergriffen die Ukrainer normalerweise die Flucht (127). Auch kam es vor, dass F-16 extrem niedrig flogen, um länger unter dem russischen Radarhorizont zu bleiben (130), bevor sie vermutlich auf Abschusshöhe aufstiegen.
Was die Anzahl dieser Einsätze angeht, so schrieb die ukrainische Luftwaffe im März von 160 Einsätzen innerhalb einer Woche, wozu Einsätze zur direkten Unterstützung der Bodentruppen zählten und auch solche zum Begleitschutz der Jagdbomber. Die ukrainische Luftwaffe habe dabei dutzende Luftschläge mit verschiedenen Bomben- und Raketen-Typen gegen feindliche Positionen durchgeführt (124).
Vermutlich als Reaktion auf solche Angriffe schickte die russische Luftwaffe ab dem 10. März zum ersten Mal seit mehr als
ein Jahr wieder zwei A-50U Radaraufklärer in den an die Nordukraine grenzenden russischen Luftraum, von denen jeweils einer in der Luft war und sich dann mit dem anderen abwechselte. Da diese aus Sicherheitsgründen zumeist in einer Entfernung von circa 500 Kilometern nördlich der Front kreisten, konnten sie allerdings vermulich nicht allzu weit in den ukrainischen Luftraum hineinsehen, außer wenn sie sich über Oryol befanden, etwa 250 Kilometer von Sudscha im Kursk Oblast entfernt, wo die Bodenkämpfe gerade stattfanden (125). Hier in der Nordost-Ukraine, wo sie Unterstützung durch den A-50U erhielten, waren die russischen Flugzeuge besonders aktiv:

„Im Norden kommen alle Bemühungen der Podars [Russen] aus der Region Belgorod, von dort dringen sie sowohl in die KrNR [ukrainisch bestzten Teile von Kursk?] als auch in die Regionen Sumy und Charkiw ein, wo [...] ständig Su-30/35 unterwegs sind. Neben einer ganzen Luftabwehrdivision haben sie auch neue elektronische Kampfmittel stationiert. So etwas hatten wir vorher noch nicht bemerkt, aber sie können einen Angriff erheblich beeinträchtigen (das GPS der Bomben kann ausfallen). Die Gruppen für Bodenangriffe sind immer noch dieselben: 1-2x Su-35, 2x Su-34, aber je nach Ziel ändern sie die Gruppe. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Angriffe mit Ch-59/69 und Ch-31 zurückgegangen ist. Im Großen und Ganzen ist ihre Taktik immer noch dieselbe: Wenn sie unsere Flugzeuge entdecken, feuern sie immer noch alles ab, was sie haben [...] und werden dann durch ein anderes Flugzeug ersetzt.“ (129)
(116) Jake Epstein: Russia's devastating glide-bomb attacks are down, but they remain a serious problem for Ukraine, 09.01.2025, https://www.businessinsider.com/russian-glide-bomb-strikes-on-ukraine-decreased-still-major-threat-2025-1
(120) https://t.me/fighter_bomber/20027 , 25.02.2025
(121) https://t.me/Aviahub34/5051 , 28.02.2025
(122) David Axe: Ukraine Is Jamming Russian Glide Bombs All Along The Front Line, Erasing One Of Russia’s Main Battlefield Advantages, https://www.forbes.com/sites/davidaxe/2025/02/26/ukraine-is-jamming-russian-glide-bombs-all-along-the-front-line-erasing-one-of-russias-main-battlefield-advantages/ , 26.02.2025
(123) https://t.me/rusich_army/21076 , 22.02.2025
(124) https://t.me/kpszsu/30735 , 16.03.2025
(125) vor allem beobachtet von https://t.me/strategicontrol , auch https://t.me/eRadarrua
(126) The Aviationist: Ukrainian F-16s Are Now Flying Strike Missions with GBU-39 Small Diameter Bombs, https://theaviationist.com/2025/02/17/ukrainian-f-16s-gbu-39-sdb/ , 17.02.2025
(127) https://t.me/fighter_bomber/20130 , 05.03.2025
(128) David Axe: Ukraine Has Been Jamming Russian Glide Bombs. Now We Know How, https://www.forbes.com/sites/davidaxe/2025/03/17/ukraine-has-been-jamming-russian-glide-bombs-now-we-know-how/ , 17.03.2025
(129) https://t.me/soniah_hub/9664 , 18.03.2025
(130) https://t.me/fighter_bomber/20322 , 19.03.2025
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